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Deutsches Online-Radio international im Web

Das Internet dient als Plattform in vielerlei Hinsicht. In einer Zeit technologischer Entwicklung und wirtschaftlichen Übergangs in die New Economy, die ökonomische Dienstleistungs-Gesellschaft, verstand es sich deshalb von selbst, dass das Internet auch in Deutschland sein Angebot in den Jahren 1995/1996 um das Online-Radio zu erweitern begann. Eine Kooperation des Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) und des Senders Freies Berlin (SFB) durch „Info-Radio Berlin-Brandenburg“ sowie das Digitalisierungs-Projekt eines Teils des Sendearchivs des Südwestfunks (SWF) legten in jenen Jahren die Grundlagen für das erste deutsche Online-Radio und damit die Zweitverwertung von Radio-Programmen.

Hörfunk-Sendungen durch Streaming

Das Streaming, in diesem Fall die Übertragung von Audio-Daten über ein Rechnernetz, spielt dabei eine wesentliche Rolle. Es hat den Vorteil, Nutzer weltweit mit Informationen der Radio-Sender versorgen zu können und damit die regionalen oder nationalen Reichweiten durch Funkwellen der bisherigen Rundfunk-Anbieter zu übertreffen. So ist zum Beispiel die Sendung „Ruscher hat Vorfahrt“ des ersten Hörfunkprogramms des Hessischen Rundfunks als Livestream nicht nur in Frankfurt, sondern auch von deutschen Auswanderern in Sydney zu hören. Online-Radio-Hörerinnen und -Hörer benötigen dafür, wie für alle Audio-Sendungen im Web, eine Software, die ein im Webbrowser integriertes Plug-in oder ein eigenständiges Wiedergabeprogramm sein kann.

Zunehmendes Interesse am Online-Radio

Dabei ist heute das Radiohören im Web nicht nur über Fernsehgeräte mit Internet-Anbindung und HDMI-Sticks, welche komplette Computersysteme im Miniformat zur Erweiterung von Wiedergabe-Möglichkeiten sind, oder PCs möglich. Die heutigen drahtlosen Internet-Verbindungen lassen auch Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer die Audio-Sendungen der jeweiligen Anbieter hören. Dass die Zahl derer, die allein in Deutschland das Online-Radio nutzen, steigt, zeigen unter anderem Studien von ARD und ZDF, vom Verband Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT), von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVWD).